Sofort-Informationen KÜNDIGUNG

 

Sie haben eine Kündigung erhalten? Dann gibt es jetzt einige wichtige Dinge, die Sie als Arbeitnehmer (siehe 1.) bzw. Mieter (siehe 2.) unbedingt wissen und beachten sollten:

 

1. Ihr ARBEITGEBER hat Ihnen gekündigt?

Sofort stellen sich unzählige Fragen - "Was soll ich tun?" - "Wie geht es weiter?" - Wir helfen Ihnen diese Fragen zu beantworten und das Bestmögliche für Sie zu realisieren.

  • Die erste Hürde für einen Arbeitgeber auf dem Weg zur Kündigung ist die Schriftform. Denn ist eine Kündigung nur mündlich erklärt worden, ist sie unwirksam. In dem Fall besteht Ihr Arbeitsverhältnis in jedem Fall weiter. Bitte gehen Sie zur Arbeit.
  • Sollten Sie eine schriftliche Kündigung vorgelegt bekommen, fordern viele Arbeitgeber sofort eine Unterschrift des Arbeitnehmers, dass er die Kündigung erhalten hat und diese auch akzeptiert. Unterschreiben Sie bitte nichts! Hierzu sind Sie nicht verpflichtet.
  • Der Erhalt der Kündigung bedeutet in der Regel nicht, dass Sie von einem Tag auf den anderen arbeitslos sind (Ausnahme: fristlose Kündigung). Denn der Arbeitgeber hat Kündigungsfristen einzuhalten, bis zu deren Ablauf er Sie grundsätzlich weiter zu beschäftigen hat (Ausnahme: Freistellung / Beurlaubung).
  • Nach Erhalt der Kündigung sollten Sie unbedingt gleich zur Agentur für Arbeit gehen und vorsorglich melden, dass Sie gekündigt wurden. Denn: Unabhängig von der Wirksamkeit der Kündigung sollten Sie dafür Sorge tragen, dass Sie in jedem Fall finanziell durch das Arbeitslosengeld abgesichert sind. Sollten Sie sich nicht oder nicht umgehend bei der Agentur für Arbeit melden, riskieren Sie eine Minderung des Arbeitslosengeldes.
  • Wenn Sie mit der Kündigung nicht einverstanden sind, müssen Sie innerhalb von 3 Wochen eine Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht erheben. Wichtig: Die 3-Wochenfrist wird allein durch die Klageerhebung gewahrt - ein Widerspruch o.ä. beim Arbeitgeber ist hierfür nicht ausreichend! Wird die Frist versäumt, so erlangt die Kündigung Wirksamkeit, selbst wenn sie eigentlich nicht berechtigt wäre.
  • Ist eine Kündigungsschutzklage erhoben worden, findet ein erster Gerichtstermin (Gütetermin) in aller Regel binnen 4 Wochen statt. Dieser Termin biete die erste Möglichkeit, über den Fortbestand oder auch die Bedingungen einer Beendigung des Arbeitsverhältnisses - z.B. gegen Zahlung einer angemessenen Abfindung - zu verhandeln. Sollte keine einvernehmliche Regelung gefunden werden, wird der Prozess ca. 4 - 6 Monate später mit dem Kammertermin fortgesetzt.
  • Obwohl beim Arbeitsgericht kein Anwaltszwang herrscht, empfiehlt es sich immer sich schon vor Erhebung der Klage über Chancen und Risiken eines Prozesses anwaltlich beraten zu lassen.

 

2. Ihr VERMIETER hat Ihnen gekündigt?

Sofort stellen sich unzählige Fragen - "Was soll ich tun?" - "Wie geht es weiter?" - Wir helfen Ihnen diese Fragen zu beantworten und das Bestmögliche für Sie zu realisieren.

  • Die erste Hürde für einen Vermieter auf dem Weg zur Kündigung ist die Schriftform. Denn ist eine Kündigung nur mündlich erklärt worden, ist sie unwirksam. In dem Fall besteht Ihr Mietverhältnis in jedem Fall weiter.
  • Sollten Sie eine schriftliche Kündigung vorgelegt bekommen, fordern viele Vermieter sofort eine Unterschrift des Mieters, dass er die Kündigung erhalten hat und diese auch akzeptiert. Unterschreiben Sie bitte nichts! Hierzu sind Sie nicht verpflichtet.
  • Der Erhalt der Kündigung bedeutet in der Regel nicht, dass Sie von einem Tag auf den anderen Ihre Wohnung verlieren (Ausnahme: fristlose Kündigung). Denn der Vermieter hat Kündigungsfristen einzuhalten, bis zu deren Ablauf Sie in jedem Fall noch in der Wohnung verbleiben können. Selbst nach Ablauf der Kündigungsfrist kann der Vermieter Sie nicht einfach vor die Tür setzen. Vielmehr ist er allein nach Erwirken eines gerichtlichen Räumungsurteils dazu berechtigt, den Gerichtsvollzieher mit der Zwangsräumung zu beauftragen. Bis dorthin kann Sie also niemand gegen Ihre Willen aus der Wohnung verweisen - allerdings gilt es zu beachten, dass im Fall der Berechtigung der Kündigung die durch die verweigerte Wohnungsübergabe entstandenen Verfahrenskosten dann vom Mieter zu tragen sind. 
  • Ist eine Räumungsklage erhoben worden, besteht in der Gerichtsverhandlung häufig die Möglichkeit, über den Fortbestand oder auch die Bedingungen einer Beendigung des Mietverhältnisses - z.B. gegen Zahlung einer angemessenen Umzugskostenbeihilfe - zu verhandeln.
  • Obwohl beim Amtsgericht kein Anwaltszwang herrscht, empfiehlt es sich immer nach Erhalt einer Kündigung über deren Berechtigung und die weitere taktische und rechtliche Vorgehensweise anwaltlich beraten zu lassen.

 


 

Ihre Ansprechpartner im Bereich "Kündigung eines Arbeitsverhältnisses" sind

Spork

Julia Spork
Rechtsanwältin und Fachanwältin für Arbeitsrecht



Klapatat


Axel Klapatat
Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht

 

 


 

Ihre Ansprechpartner im Bereich "Kündigung eines Mietverhältnisses" sind


Klapatat


Axel Klapatat

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Mietrecht




Scholl

 

Cornelia Scholl
Rechtsanwältin und Fachanwältin für Mietrecht
E-Mail:scholl@plato-rechtsanwaelte.de

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Hermann

 

Hermann
Kanzleihund

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